Unsere Judoka Finnja Stiller berichtet von ihrer Teilnahme am U17-Lehrgang in Kienbaum:
Vom 01. bis zum 04. Oktober 2026 war ich in Kienbaum beim DJB-U17-Sichtungslehrgang. Dort waren die besten Athleten aus den jeweiligen Bundesländern vertreten. Der Lehrgang diente dazu, die Leistungen der Athleten zu beurteilen und dem Bundestrainer eine Grundlage für zukünftige Nominierungen zu geben.
Donnerstag, 01.10.2026 – Anreise und Athletiktests
Am Donnerstag haben wir uns um 8:00 Uhr in Köln getroffen und sind gemeinsam nach Kienbaum gefahren. Um 14:30 Uhr kamen wir dort an. Nach unserer Ankunft mussten wir uns beim Bundestrainer Juan Ignacio Cuneo anmelden.
Anschließend wurden erste kleinere Athletiktests durchgeführt. Danach bezogen wir unsere Zimmer und machten uns direkt auf den Weg zu den weiteren Athletiktests. Dabei wurden unsere Beweglichkeit der Beine, unser Standweitsprung, der Bumerang-Test und der Beep-Test überprüft.
Nach den anstrengenden Tests gab es Abendessen.
Freitag, 02.10.2026 – Überprüfungsrandori und Standtraining
Am Freitag gab es um 7:15 Uhr Frühstück. Von 8:45 bis 10:00 Uhr fand das Überprüfungsrandori statt. Dabei wurde überprüft, ob wir in drei unterschiedliche Richtungen werfen können und ob wir einen guten Übergang vom Stand in den Boden beherrschen.
Um 12:30 Uhr gab es Mittagessen.
Die erste Standtrainingseinheit fand von 15:30 bis 17:30 Uhr statt. In dieser Einheit beschäftigten wir uns intensiv mit dem O-soto-gari. Wir übten verschiedene Bewegungen und Varianten dieser Technik. Außerdem machten wir viele Randori, bei denen wir die gelernten Techniken direkt anwenden konnten.
Nach dem Training gab es Abendessen.
Samstag, 03.10.2026 – Techniktraining und Randori
Am Samstag frühstückten wir um 7:15 Uhr. Die erste Trainingseinheit begann um 9:15 Uhr und dauerte bis 11:30 Uhr. Zu Beginn machten wir einige Mobility-Übungen, um uns auf das Training vorzubereiten.
Anschließend beschäftigten wir uns erneut mit dem O-soto-gari. Dieses Mal lernten wir, wie wir aus dem O-soto-gari weitere Techniken vorbereiten und anwenden können. Außerdem übten wir den Übergang vom O-uchi-gari zum Ko-soto-gake. Auch in dieser Einheit machten wir viele Randori.
Danach gab es Mittagessen.
Die zweite Trainingseinheit fand von 15:15 bis 17:30 Uhr statt. Auch diesmal begannen wir mit Mobility-Übungen. Danach beschäftigten wir uns mit dem richtigen Moment zum Werfen aus unterschiedlichen Bewegungsrichtungen. Dabei lernten wir, wie wichtig das richtige Timing für eine erfolgreiche Technik ist.
Zum Abschluss machten wir wieder viele Randori. Anschließend gab es Abendessen.
Sonntag, 04.10.2026 – Bodentraining und Abschluss
Am Sonntag gab es zunächst Frühstück. Die letzte Trainingseinheit fand von 9:00 bis 10:45 Uhr statt. Es war eine Bodeneinheit mit anschließendem Überprüfungsrandori.
Zu Beginn beschäftigten wir uns mit dem Wanawürger. Dabei lernten wir, wie diese Technik im Wettkampf am besten funktioniert und wie man am besten unter das Kinn des Gegners kommt. Anschließend starteten wir mit dem Überprüfungsrandori.
Danach war der Sichtungslehrgang auch schon vorbei. Um 11:00 Uhr traten wir die Rückfahrt an und kamen um 17:30 Uhr wieder zu Hause an.
Der Sichtungslehrgang in Kienbaum war für mich eine sehr lehrreiche Erfahrung. Ich konnte aus den verschiedenen Technikeinheiten und den vielen Randori sehr viel mitnehmen. Besonders hilfreich war es, die Techniken unter verschiedenen Bedingungen zu üben und mich mit den besten Athleten aus den anderen Bundesländern zu messen.


